Musik ist gut für jedes Alter
Durch die unterschiedlichen Angebote in der musikalischen Ausbildung wird beim Musikverein Kesseltal Bissingen e.V. für Jung und Alt das Erlernen eines Musikinstrumentes ermöglicht. Besonders im jungen Kindesalter fördert der Einstieg in die Musik unter anderem das Hörvermögen, die sprachlichen Fähigkeiten und ein verbessertes akustisches Differenzierungsvermögen.
Wir beginnen mit Notenlehre und Rhythmik. Die Blockflöte oder Schlagwerk sind da bei Kindern zwischen 5-8 Jahren die Instrumente der Wahl.
So ab etwa 8-10 Jahren ist dann die Ausbildung am Wunschinstrument möglich. Wir freuen uns über Interesse an Querflöte, Klarinette, Trompete/Flügelhorn, Tenor- oder Waldhorn, Posaune, Tuba oder Schlagzeug. Das sind die für unsere Orchester die wichtigen Register.
Der Weg zu etwas exotischeren Instrumenten ist dabei selbstverständlich offen. Wer z.B. Klarinette lernt, kann später einfach das Spiel auf dem Saxofon erlernen.
Jedes Instrument hat seine Aufgabe im Orchester und – wie beim Fußball der eine von Konstitution und Charakter eher für eine sichere Basis sorgt, das Spiel anführt oder filigran tribbelt – ist das auch bei uns so.
Sehr gerne beraten wir Schüler und Eltern hinsichtlich der für jeden Charakter passenden Position bzw. eben des geeigneten Instruments.
Wie gehen wir´s an?
Unser Team Ausbildung & Jugend organisiert die Ausbildung an den genannten Blas- und Schlaginstrumenten und greift dabei auf erfahrene Musiker und Musikerinnen aus unseren eigenen Reihen, benachbarten Vereinen oder auf professionelle Musiklehrer und -lehrerinnen zurück.
In der Regel finden außerhalb der bayerischen Ferienzeiten die wöchentlichen Ausbildungsstunden in unserem Probeheim am späten Nachmittag oder frühen Abend, nach Absprache vielleicht auch am Wochenende statt.
Wer neben der 30–45-minütigen wöchentlichen Lehrstunde das heimische Üben nicht vernachlässigt, sollte in etwa einem Jahr die Qualifikation für das Vorstufenorchester und nach etwa drei bis vier Jahren mit dem Musikerleistungsabzeichen D1 die Reife für das Jugend-/oder Stammorchester erreicht haben. Danach folgt mit dem D2-Abzeichen quasi die „Gesellenprüfung“, das Ziel unserer Ausbildung.
Auf Bezirksebene ließe sich dann die Vorbereitung auf die „Meisterprüfung“, das Musikerleistungsabzeichen in Gold (D3) arrangieren, welches auch die Möglichkeiten für eine Dirigentenlaufbahn eröffnet.
Schnupperkurse / Instrumentenkarussell
Mehrmals im Jahr, z.B. im Rahmen unseres Kaffeekonzerts der Bläserjugend, ermöglichen wir interessierten Kindern, sich an den Instrumenten, auf denen wir ausbilden, auszuprobieren und erklären, welches Instrument, welche Aufgabe im Orchester hat.
Ausbildungsstart zum Schuljahresbeginn
In der Regel starten wir die Ausbildung im September mit dem Beginn eines neuen Schuljahres. Bis Weihnachten sind dann die ersten Erfolge so, dass die Kinder zuhause schon einige Weihnachtslieder vorspielen können. Läuft alles gut, sollte nach einem Jahr eine Mitwirkung im Vororchester möglich sein.
Einzel- und Gruppenunterricht
Ob Einzel- oder Gruppenunterricht hängt von der Anzahl der Schüler, dem Lernfortschritt und individuellen Entscheidungen ab. So kann es z.B. zur Prüfungsvorbereitung sinnvoll sein, von Gruppen- auf Einzelunterricht umzusteigen, um auf individuelle Bedürfnisse besser eingehen zu können. Gruppenunterricht kann im direkten Vergleich den Probenfleiß stärken. Alles Faktoren, auf die wir individuell eingehen können.
Dauer und Zeit der Übungsstunden.
Unsere Ausbilderinnen und Ausbilder sind in der Regel berufstätig und setzen sich in ihrer Freizeit für die Qualifikation der Schülerinnen und Schüler ein. Das bedeutet, dass die Unterrichtsstunden eher am frühen Abend oder, in Abstimmung mit Schülern und Eltern, vielleicht auch am Wochenende stattfinden. In Unterrichtseinheiten von 30 bis 45 Minuten werden der Übungsfortschritt kontrolliert und die Fähigkeiten am Instrument erweitert.
Qualifikation der Ausbilderinnen und Ausbilder
Unsere Ausbilder sind erfahrene Laienmusiker, teilweise mit der Qualifikation des „Meistergrades“ (D3) oder des Dirigenten (C2/C3). In Einzelfällen können wir ggf. auch professionelle Ausbilder anbieten.
Kosten
Für eine Ausbildungseinheit von 30 Minuten im Einzelunterricht fallen in der Regel 10 €, für 45 Minuten 15 € an. Gruppenunterricht ist nur in 45 Minuten-Einheiten möglich und kostet je Schüler und Einheit 10 €.
Abgerechnet werden nur tatsächlich angebotene Einheiten. Sollten Schüler eine Verhinderung mind. zwei Tage vorher beim Ausbilder und der Jugendleitung anmelden, wird, sofern kein Ersatztermin vereinbart wird, die entfallene Einheit nicht verrechnet. Bei kurzfristigeren Abmeldungen oder Nichterscheinen kann die Ausbildungsgebühr erhoben werden.
Gute Gründe für den Musikverein
Musik macht Spaß. Musik machen erst recht!
Der Spaß am Musizieren soll im Vordergrund stehen, denn Freude am Hobby ist sehr wichtig. Das Musizieren soll ein Ausgleich zu der Schule sein. Natürlich muss auch geübt werden, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Durch nette und qualifizierte Ausbilder kann auf jeden einzelnen Schüler individuell eingegangen werden und miteinander können die musikalischen Ziele ohne Stress erreichet werden.
Musik machen fördert die soziale Kompetenz.
Als Musiker spielt man nicht gegeneinander, sondern miteinander. In einem Orchester lernen die Kinder, sich in eine Interessengruppe einzufügen, sich auch mal unterzuordnen aber auch in einem Solo zu glänzen. Beim Musikverein gibt es keine Ersatzbank. Hier kann immer jeder mitspielen.
Musizieren stärkt das Selbstbewusstsein
Beim Erlernen eines Instrumentes werden mit jedem Lernfortschritt kleinere und auch mal größere Stolpersteine überwunden. So fördert gerade das Beobachten der eigenen Fortschritte nachweislich das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Durch regelmäßiges Üben werden außerdem die Selbstdisziplin und Geduld gestärkt.
Zusätzlich entwickeln Schülerinnen und Schüler damit nebenbei ein Gefühl für die Bewertung der eigenen Leistungen. Sie werden offener für Kritik, wenn die Leistungen durch Ausbilder, Familie und Mitspieler bewertet werden. Die – zu Anfang sicher, später hoffentlich – recht steile Lernkurve trägt außerdem zur Selbstmotivation bei.
Musik macht intelligent.
Da Musizieren ein hohes Maß an Koordination zwischen Augen, Ohren, Händen und Verstand erfordert, führt das Spielen eines Instruments zu einer besser Koordinationsfähigkeit und Feinmotorik. Musizieren fördert das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die Problemlösungsfähigkeiten.
Musiker müssen Noten lesen, Rhythmen verstehen und gleichzeitig ihre Finger koordinieren – das alles fordert das Gehirn auf einzigartige Weise heraus und fördert die geistige Flexibilität. Ebenso werden die Vorstellungskraft und Kreativität angeregt und gesteigert. Das Gehirn wird besser durchblutet und somit für alle Bereiche aufnahmefähiger.
Das Spielen eines Instruments verbessert nachweislich auch die schulischen Leistungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von der University of British Columbia an über 100.000 Schülern in Kanada. Sie zeigte unter anderem, dass die Kinder, die ein Instrument spielen, in sämtlichen Fächern bessere Noten erreichten als die Vergleichsgruppe.
Musik macht stark für das weitere Leben.
Bis man ein Instrument einigermaßen beherrscht, kann einige Zeit vergehen. Manchmal ist man fleißig und voller Freude, manchmal missmutig und man möchte aufgeben. Doch wer bei der Sache bleibt, darf neben dem Applaus des Publikums zurecht stolz auf sich sein, durchgehalten zu haben.
So fördert Musizieren Teamfähigkeit, Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Fähigkeiten, die nicht nur bei der Musik, sondern auch in der Schule, im Studium und im Berufsleben von großem Wert sind.
Musik ist die schönste Sprache der Welt.
Wussten Sie, dass es weltweit über 6.500 Sprachen gibt?
Nun ja, eigentlich gibt es 6.501 Sprachen. Die eine weitere, die von allen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen und verstanden wird, ist die Musik. Bei Musik ist es egal, ob wir dieselbe Sprache sprechen wie unser Gegenüber. Man versteht die Emotionen, die durch die Melodie und Rhythmus transportiert werden. Das geht sogar so weit, dass auch Sprachkurse mittlerweile Musik einsetzen, um das Lernen neuer Sprachen zu erleichtern
Musik ist international und man braucht kein Wörterbuch, um mit anderen zusammen zu spielen.
Musik macht Freu(n)de – ein Leben lang.
Im Gegensatz zu vielen anderen Hobbies, z.B. Leistungssport, kann der Musik das ganze Leben nachgegangen werden. Egal, ob man als Kind anfängt oder als Erwachsener – Musik bietet eine erfüllende Freizeitbeschäftigung, die ein Leben lang Freude – um im Orchester Freunde – bereiten kann. Es ist nie zu spät, mit dem Musizieren zu beginnen und die vielen Vorteile zu genießen, die das mit sich bringt.
Musik ist abwechslungsreich.
Musik ist ein Fenster zu verschiedenen Kulturen und historischen Epochen. Musiker lernen nicht nur musikalische Techniken, sondern auch die kulturellen und historischen Hintergründe der Stücke, die sie spielen. Dies fördert ein tieferes Verständnis und eine Wertschätzung für verschiedene Kulturen und deren Geschichte.
Zudem gibt es verschiedene Stilrichtungen von Rock, Pop über Klassik bis zur Blas- und Unterhaltungsmusik. Auch unser Musikverein ist in dieser Hinsicht sehr vielseitig. Dies zeigen wir bei unseren öffentlichen Auftritten und im Besonderen jedes Jahr bei unserem Muttertagskonzert.
Musik ist Heimat.
Durch kirchliche und kommunale Auftritte vor Ort aber auch im internen Vereinsleben haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Brauchtum und Kultur in unserer Gemeinde kennen und schätzen zu lernen und verantwortungsbewusst damit umzugehen.
Unser Musikverein repräsentiert nicht nur in Bissingen, sondern vertritt die Gemeinde auch außerhalb des Gemeindegebietes bei Umzügen und anderen Festveranstaltungen.
Musik braucht die Jugend.
Die Jugend ist die Zukunft eines jeden Vereins. Nur durch den Nachwuchs ist der Fortbestand unseres Vereins gesichert. Unser Hauptanliegen ist die musikalische Ausbildung und Förderung unserer Jugend.
Rund 20 Kinder und Jugendliche befinden sich ständig in Ausbildung und musizieren in unserem Vororchester.

